Sonnenhof

Zen

Kontemplation

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Was ist Zen?

Zen ist eine gegenstandsfreie Form der Meditation, die sich aus dem Buddhismus entwickelt hat, aber nicht an eine bestimmte Religion gebunden ist. Durch die Übung des Loslassens aller Gedanken und Vorstellungen beim aufrechten Sitzen in der Stille (Zazen) wird ein Sich-Einlassen in das Wahre Selbst angestrebt, aus dem auch der Alltag erlebt und gestaltet werden kann.

Hier finden Sie alles zum Zen auf dem Sonnenhof:
Was ist Zazen?
Zazen unterscheidet sich insofern von anderen Praktiken, als es ohne Umschweife vorgeht. Man setzt sich und beginnt zu erforschen, was oder wer man ist. Das geht nicht, ohne aufmerksam nach innen zu schauen, in den eigenen Geist.
Dies ist meistens ein langer, manchmal auch mühsamer Weg, der sich jedoch lohnt.
Zazen ist eine Lebenspraxis und führt letztendlich zur Befreiung. Was Befreiung ist, kann mit Worten nicht ausgedrückt werden, sondern muss erfahren werden.
Was ist eine Zen-Einführung?

Zen ist die gelebte Kultur eines achtsamen und mitfühlenden Lebens.
Diese Wochenenden ermöglichen eine intensive praktische und theoretische Hinführung zu den Übungsformen des Zen.
An diesen Tagen lernen Sie die wesentlichen Elemente der Zenpraxis kennen.
Herzstück ist das gemeinsame Sitzen (Zazen) und Gehen (Kinhin) in der Stille.
Ebenso erhalten Sie Anleitungen, wie Sie die Zenpraxis im Alltag fortführen können.
Was ist ein Zazenkai?

Dies sind Übungswochenenden, um sich nach einer Einführung noch mehr auf Zen einzulassen. Es wird erwartet, sich auf intensives Üben im Schweigen einzulassen. Es ist jedoch möglich, später anzureisen oder früher abzufahren. Diese Wochenenden sind nicht an einen Lehrer gebunden; eine Einführung in Zen setzen wir jedoch voraus.
Was ist Zen-Training?

Das aufmerksam achtsame Sitzen und Arbeiten steht in diesem Zentraining im Mittelpunkt. Dazu werden wir vormittags gemeinsam an einem Projekt arbeiten und morgens, nachmittags und abends zusammen sitzen. Diese Struktur bietet eine gute Gelegenheit „Zen im Alltag“ zu üben.
Was ist ein Sesshin?

Ein Sesshin ist ein intensives Zazen-Training, das über mehrere Tage in absolutem Schweigen unter der Leitung eines autorisierten Zen-Lehrers/Zen-Lehrerin stattfindet. Der Tagesablauf ist streng geregelt.

Alle Teilnehmer/innen müssen einen Einführungskurs besucht haben.

Es wird eine komplette Teilnahme am Kurs vorausgesetzt - keine spätere Anreise oder frühere Abreise - um den ungestörten Ablauf des Kurses für alle Kursteilnehmer zu gewährleisten. Wer bei einem/einer anderen Zen-Lehrer/in als Schüler/in angenommen ist, kann das Sesshin nur nach Absprache mit dieser/m besuchen.


Die Sanbô-Zen Schule

In der Zen-Praxis folgen wir überwiegend der japanischen Sanbô-Zen Linie, eine relativ junge Zen-Richtung, die im vergangenen Jahrhundert in Japan entstanden ist. Das Wort bedeutet "Vereinigung der Drei Schätze", womit Buddha, Dharma und Sangha gemeint sind. Die Sanbô-Zen-Schule vereinigt die wichtigsten Elemente der beiden traditionellen Zen-Richtungen, der Sôtô- und der Rinzai-Schule.
Begründet wurde diese Linie von Harada Dai-un Rôshi (1870 - 1961) und seinem Nachfolger Yasutani Haku-un Roshi (1885 - 1973). Unter Yasutani wurde die Sanbô-Zen-Schule 1954 vom japanischen Staat als eigenständige Zen-Schule und religiöse Organisation anerkannt. Von ihm wurde Yamada Kô-un Roshi (1907 - 1989) als Nachfolger eingesetzt. Sein auf privatem Grund errichtetes Zendo in Kamakura (südlich von Tokio) wurde zum Anziehungspunkt für viele Westler. Sein Nachfolger war Kubota Ji’un Rôshi. Der jetzige Abt ist Yamada Masamichi Ryô-un Rôshi.  Eine weitere Zen-Meisterin der Sanbô-Zen Schule ist Gundula Meyer, Zui-un Rôshi. Sie betreibt das Ohof Zendo in Norddeutschland. 

Die wichtigsten Merkmale der Sanbô-Zen Schule
  • Das ausdauernde Sitzen (Zazen zur Wand gekehrt) wie in der Sôtô-Schule, doch mit konsequentem Schweigen, was in der Sôto-Schule nicht mehr überall gepflegt wird
  • Die Koan-Arbeit (beginnend meist mit dem Koan MU) wie in der Rinzai-Schule
  • Die Unabhängigkeit von Klöstern, Tempelorganisationen und klösterlichen Gebräuchen (keine Mönchsordinationen, keine Pflicht zu Mönchsgewändern usw.)
  • Leitung nicht durch Mönche/Priester, sondern durch Laien
  • Volle Freiheit im Bezug auf die Konfessions- und Religionszugehörigkeit
  • Weitere Informationen zur Sanbô-Zen Schule
Die Zenlinie Leere Wolke Willigis Jäger
Die von dem Zen-Meister und Benediktiner-Pater Willigis Jäger (+ 21.03.2020) 2009 gegründete Zen-Linie „Leere Wolke“ hat zwei Wurzeln.
 
Die japanische Wurzel entstammt der Zen-Linie Sanbo-Zen International, die sich wiederum als eine Reformbewegung des japanischen Zen versteht und die beiden noch bestehenden Hauptrichtungen Soto und Rinzai integriert. Von dem chinesischen Chan-Meister Jing-Hui (1933-2013) wurde Willigis in der Linchi-Linie (chinesisch für Rinzai) bestätigt. Linchi (gest. 866) war einer der bedeutendsten chinesischen Chan-Meister. So fließen Bestandteile aller Traditionen, wie zum Beispiel die Koan-Schulung in die Praxis der Linie ein.
 
Der Zen-Meister Willigis Jäger, seine Nachfolger*innen und von ihm benannten Zen-Lehrer*innen hatten und haben den Auftrag, Zen in das aktuelle westliche Umfeld zu inkulturieren und nach zeitgenössischen und für uns adäquaten Ausdrucksformen zu suchen.
 
Dazu gehören insbesondere
  • die Gleichberechtigung der Geschlechter,
  • der Status aller Lehrer, Meister und Praktizierenden als Laien, also der Verzicht auf jegliche Form von Ordination und Weihen inklusive deren äußeren Insignien,
  • die religionsübergreifende Ausrichtung, in der Zen-Linie Leere Wolke kann Zen unabhängig von Religionszugehörigkeit geübt werden
  • die konsequente Einbeziehung des Alltags als Übungsfeld und
  • die konstruktive Zusammenarbeit mit den modernen Wissenschaften.
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